Einleitung

Nicht nur in dem großen Telekom-Konzern wird das Thema Frauenquote aktuell ganz groß geschrieben. Das Thema wird von der Bundesfamilienministerin aufgegriffen, die es laut Financial Times Deutschland als notwendig erachtet in Deutschlands Führungsetagen den Frauenanteil zu erhöhen. Großkonzerne erstellen Konzepte, ernennen sogenannte „Frauenquotenbeauftragte“ und beginnen die gesamte Firmenstruktur in Frage zu stellen. Eine günstige Entwicklung für Frauen mit beruflich hochgesteckten Zielen. Demgegenüber steht jedoch der Wunsch nach einer eigenen Familie. Doch sowohl Kinder, als auch Studium und die Verwirklichung der beruflichen Ziele kosten Zeit, Geld und gute Nerven. Der Kaiserweg der beruflichen Verwirklichung ist folgender: Abitur–Studium–Berufseinstieg–Karriereweg-Führungsfunktion. Die Ziele sind hochgesteckt und lassen kaum Luft zum atmen. Geschweige denn zum Kinderkriegen. Für gewöhnlich beendet eine Frau ihr Studium, sammelt erste Erfahrungen in ihrem beruflichen Tätigkeitsfeld und entschließt sich spät dafür doch noch eine Familie zu gründen. In diesem Zusammenhang taucht auch das Wortungetüm ‚Altgebärende‘ oder ‚Spätgebärende‘ auf. Frauen, die viel Energie und Mühe in ihre beruflichen Ambitionen gesteckt haben, warten oftmals vergeblich darauf den ‚richtigen Zeitpunkt‘ für die Gründung einer Familie zu erreichen. Viele schieben die Realisierung ihrer Kinderwünsche solange hinaus, bis deren Umsetzung biologisch nicht mehr möglich ist. Auf der Suche nach alternativen Lebensverlaufsformen, abweichend von oben erwähntem ‚Kaiserweg‘, wurden Stimmen laut, die behaupten, die Zeit des Studiums sei die beste Phase für die Umsetzung des Kinderwunsches. In der einschlägigen Literatur finden sich viele Lösungsansätze für ein Studium mit Kind. Dieses Thema wurde schon sehr ausführlich erforscht und liefert eindeutige Ergebnisse. Genauso lassen sich eine Vielzahl an Berichten und wissenschaftlichen Arbeiten zu dem weitläufigen Thema „Familie und Beruf“ finden. Das Interesse der Erstellerin dieser Hausarbeit liegt vor allem an der persönlichen Betroffenheit. Als studierende Mutter zweier Kinder liegt das Interesse an einer Prognose für die berufliche Zukunft nahe. Im weiteren Verlauf wird auf den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zu dem Thema „Familiengründung in der Studienzeit“ näher eingegangen und die daraus resultierende Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesenbildung. Dem folgt die begründete Auswahl der Forschungsmethode. Die Datenerhebung im Feld und die Auswertung werden dargestellt und die erarbeiteten Ergebnisse erläutert.

25.1.11 10:07

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