Fazit und Ausblick

Fazit und Ausblick Das von der Erstellerin dieser Arbeit ausgewählte Thema „Familiengründung in der Zeit des Studiums“ ist ein Bereich, der viele verschiedene Facetten aufweist. Für einen Einblick auf den Bezug zu den entscheidenden Faktoren für ein gelingendes Umsetzen der beruflichen Ziele waren die angewandten Methoden gut gewählt. Auch wenn im ersten Umsetzen des Problemzentrierten Interviews einige Fehler gemacht wurden, so kann rückblickend dennoch behauptet werden, dass die erhaltenen Daten eine gute Basis darstellten, mit der es sich angenehm arbeiten ließ. Interessant im Bezug auf die verschiedenen Interview-Situationen waren die Unterschiede von einem Chat-Interview zu einer „face-to-face“ Interview- Situation anzusehen. So war am deutlichsten zu erkennen, dass in dem Selben Befragungszeitraum, während des Chat-Interviews, ein viel geringerer Informationsaustausch stattgefunden hat, als im persönlichen Gespräch. So lässt sich Rückblickend sagen, dass es vielleicht ein Problem darstellen könnte, wenn ein Interview-Partner bei der Verwendung des Chat-Interviews, es nicht gewohnt ist präzise Sätze zu verfassen und eine gewisse Schnelligkeit beim „Tippen“ nicht gegeben ist. Die Wartezeiten bis zur folgenden gestellten Frage bzw. der gegebenen Antwort kann sehr lang sein und es besteht die Möglichkeit, dass einer der Interview-Partner nicht ständig voll in das Thema vertieft ist. Die Phase des Analysierens der in den Interviews erhaltenen Daten verlief, entgegen vorheriger Befürchtungen, sehr zufriedenstellend. Die Erstellerin dieser Hausarbeit führte sich während der Arbeit mit der Grounded Theory stets vor Augen, dass der Weg das Ziel sei. Diese Hausarbeit dient nicht ausschließlich der Erkenntnisgewinnung in dem zu erforschendem Bereich, sondern vielmehr auch der Erweiterung des eigenen Wissensstandes und der eigenen Fähigkeiten im Umgang mit wissenschaftlichen Daten. Nach anfänglichen Unsicherheiten, übereilten Entschlüssen und etlichen Hundertachtziggradwendungen, stand, als die Analyse der Daten in den Vordergrund trat, der Rahmen fest und eine gewisse Vertrautheit und Sicherheit mit der Forschungsarbeit hatte sich eingestellt. Das Auswertungsprogramm MAXQDA stellte sich als besonders hilfreich dar, der Fülle an Memos, Kodes und Kategorien Herr zu werden und nicht den Überblick zu verlieren. Die Datenanalyse mit der Grounded Theory erweist sich im Rückblick als zeitaufwendig und anspruchsvoll, ein diszipliniertes und doch offenes Vorgehen wurde zur Voraussetzung. Sehr vorteilhaft zeigte sich die systematische und nachvollziehbare Beschreitung der Auswertung. Durch die minutiöse Analyse dringt man tief in die feinen Vernetzungen der erworbenen Daten ein, was einen sehr detaillierten Zugang zu dem Forschungsthema ermöglicht. Am Ende dieser Hausarbeit steht nun eine Theorie, die noch viel Spielraum für weitere Fragestellungen lässt. So wäre es bei einer größer angelegten Studie sicherlich interessant und auch relevant die sozialen Hintergründe der zu untersuchenden Gruppe darzustellen und in Verbindung zu bringen. So ergibt sich aus einen gutfunktionierenden familiären Netzwerk sicherlich die ein oder andere Erleichterung. Genauso wäre eine weitere Befragung zu dem Zeitpunkt des Eintrittes in das Rentenalter (im Rahmen einer Langzeitstudie) relevant, um zu erfahren ob die Pläne der betroffenen Frauen sich „zu einem Zeitpunkt zu dem die Kinder weniger auf die Betreuung und Unterstützung der Mutter an-gewiesen sind, beruflich weiterzuentwickeln“ erfüllt worden sind. Am Ende bleibt nun das Gefühl das Universum der sozialwissenschaftlichen Forschung nur an der Oberfläche berührt zu haben und der Wunsch noch einmal tiefer in die Materie eintauchen zu können.

25.1.11 10:22

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